Frühling in Wanninchen

Ungewöhnlich viele Kraniche machen auf dem Frühjahrszug in die Brutgebiete Rast in Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen. Fast 1.000 Tiere nutzen die nach den starken Niederschlägen im vergangenen Herbst nicht geernteten Ackerflächen (vor allem Mais) und übernachten in der Bergbaufolgelandschaft um Wanninchen. Dazu gesellen sich mehrere tausend Wildgänse, Sing- und Zwergschwäne sowie Kiebitze und Goldregenpfeifer. Die teilweise noch unter Wasser stehenden Ackerflächen bieten den Tieren ideale Bedingungen. Aber schon bald werden diese Vögel weiterziehen. Die meisten Brutreviere der Kraniche sind von den Paaren bereits besetzt. Auch die Amphibien sind bereits auf dem Weg zu ihren Laichgewässern. Gras- und Moorfrosch, Erdkröte und Teichmolch sind an milden, feuchten Abenden unterwegs.
Weitere Moorflächen langfristig gesichert

Im Rahmen des Moorschutzprojektes Grünswalder Heidegrund konnten wir weitere 1,6 Hektar wertvolle Moorwaldflächen erwerben. Damit sind die Voraussetzungen für die Umsetzung von Maßnahmen zur Moorrevitalisierung in gestörten Bereichen geschaffen worden. Nun könne nicht benötigte Gräben verfüllt werden, um den Grundwasserstand anzuheben. Auch hier haben die Kraniche bereits ihr Revier bezogen.
Reisefreudiger Kranich

Zu den spannenden Momenten bei der Erfassung der rastenden Kraniche in Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen gehören Beobachtungen von beringten Kranichen. Mehrere hundert Vögel wurden in den vergangenen Jahren in ganz Europa mit Farbringen an den Beinen versehen, um ihre Zugrouten und Rastgebiete näher zu erforschen. So konnte in diesem Jahr ein Kranich ausfindig gemacht werden, der im Juli 2007 im Västegötland (Schweden) beringt wurde. Nach einem Zwischenstopp in Mecklenburg Vorpommern (Oktober 2007) konnte dieser Vogel von November 2007 bis Januar 2008 im Winterquartier in Aquitaine (Frankreich) nachgewiesen werden. Den Sommer verbrachte der Kranich wieder in der Nähe seines Geburtsortes in Schweden, im September 2008 wurde er erneut in Mecklenburg Vorpommern gesichtet. Im Dezember 2008 erfolgte eine Beobachtung in Aquitaine. Dann war es lange Zeit ruhig um den Kranich, bis er dann in diesem Jahr in Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen beobachtet werden konnte. Der Fundort ist etwas abseits der typischen Fluglinie schwedischer Kraniche, zeigt jedoch, dass die Tiere nicht starr an eine Route gebunden sind.
1000 Naturfreunde bewundern Vogelzug

Spannende Einblicke in das Leben der Kraniche auf dem Weg in die Winterquartiere erhielten in diesem Herbst mehr als 1.000 Naturfreunde bei den Führungen zu den Schlafplätzen der Kraniche in Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen. Besonders leicht war dies, da die Kraniche direkt über das Naturparkzentrum Wanninchen flogen und in den ausgedehnten Flachwasserbereichen der Bergbaufolgelandschaft übernachteten. Interessanter Weise rasteten in diesem Jahr weit weniger Kraniche in der Niederlausitz als in den vergangenen Jahren. Gründe dafür sind unter anderem, dass bereits im September einige Kraniche den Weiterflug nach Süden antraten. Zudem war das Nahrungsangebot aufgrund der späten Maisernte nicht optimal und viele Felder und Wiesen – die traditionell als Schlafplätze dienen – waren wegen der ergiebigen Niederschläge im September weitestgehend überschwemmt.
Urwälder von Morgen

Mit 5.000 Euro ermöglicht ein treuer Spender die Entwicklung eines monotonen Kiefernbestandes in der Nähe von Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen in einen reich strukturierten Laubmischwald. In den Wintermonaten wird dafür eine Fläche von einem Hektar eingezäunt und mit Buchen und Eichen bepflanzt. Die verbleibenden Kiefern bieten den jungen Gehölzen den notwendigen Schutz in den ersten Jahren. Sie möchten uns auch auf besondere Weise unterstützen? Dann nehmen Sie bitte
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