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Eichsfelder Hüteschäferei

Zur Entwicklung und Erhaltung naturschutzfachlich wertvoller Wiesen, Weiden und Streuobstwiesen initiierte der Landschaftspflegeverband Landkreis Göttingen e.V. gemeinsam mit der Schäferei Bodmann aus Seeburg 2003 das Projekt „Aufbau und Etablierung einer Eichsfelder Hüteschäferei“. Finanziell wurde das Vorhaben durch die EU-Gemeinschaftsinitiative LEADER+, die Niedersächsische Lottostiftung Bingo und durch die Heinz Sielmann Stiftung unterstützt.
Im November 2006 konnte der Aufbau einer Hüteschäferei im Unteren Eichsfeld vom Landschaftspflegeverband Landkreis Göttingen e.V. abgeschlossen werden. Während der dreijährigen Laufzeit wurden vielfältige Maßnahmen umgesetzt.

Dazu gehörten:
- Flächensicherung
- Flächenmanagement
- Biotoppflege u.a. mittels extensiver Beweidung
- Triftwegeherstellung
- Aufstockung der Schafherde mit dem vom Aussterben bedrohten „Leineschaf“
- Förderung der Infrastruktur für den Schäfer

Die Projekt begleitende Öffentlichkeitsarbeit wurde gleichfalls vom Landschaftspflegeverband koordiniert und mündete in der Filmdokumentation „Schäfer im Göttinger Land – gestern und heute“. Mit dem Projekt wurde nicht nur eine Identität stiftende, traditionelle Landnutzungsart wiederbelebt, sondern auch ein wichtiger Partner für die naturschutzorientierte Flächenpflege wertvoller Biotope im Untereichsfeld gewonnen.

Grünes Band Eichsfeld Werratal Hüteschäferei

Mittlerweile verfügt die Schäferei über eine geeignete Winterstallung, eine Ablammhalle, ein geeignetes Triftwegenetz, um weit verstreut liegenden Flächen unproblematisch mit den Tieren erreichen zu können, und eine Schäfereistation mit umfangreichen Informationsmöglichkeiten in der Nähe des Europäischen Brotmuseums in Ebergötzen. Insgesamt werden 90 Hektar Fläche bewirtschaftet, wovon 65 Hektar mit wertvollen Grünlandbiotopen und Streuobstwiesen durch die dauerhafte Schafbeweidung nun als nachhaltig gesichert gelten können.

Die Schäferei Bodmann unterstützt weiterhin die Biotoppflege im Rahmen des „Grenzstreifenprojektes“ der Heinz Sielmann Stiftung und hat darüber hinaus das Potenzial, künftig die Pflegebeweidung für weitere Flächen im „Grünen Band“ zu gewährleisten.