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Wildvogel-Pflegestation Kirchwald (Rheinland-Pfalz)

Straßenverkehr, Fensterfronten, Stacheldrähte und vieles mehr bergen vielfältige, von uns Menschen verursachte Gefahren für Wildtiere. Besonders verunfallte Exemplare bestandsbedrohter Arten können jedoch wichtig für den Erhalt ihrer Art sein. Um verletzten Wildvögeln zu helfen, wurde vor rund 30 Jahren die Wildvogel-Pflegestation im rheinland-pfälzischen Kirchwald gegründet. Hier werden die Patienten aufgepäppelt und möglichst wieder in die Freiheit entlassen. Sie gehört mittlerweile zu den größten Stationen in Deutschland.
Wildvogel-Pflegestation KirchwaldDie Wildvogel-Pflegestation e.V. besteht seit 1984. Damals wurden pro Jahr 30 Vögel gepflegt, heute sind es jährlich weit über 1.000 Exemplare. Die Pflege der oft schwerverletzten und kranken Tiere kostet aber viel Geld. Geld, das die engagierte Tierschützerin Helga Steffens, Betreiberin der Pflegestation nicht mehr alleine aufbringen kann.

Zu der Station gehören zwei große Flugvolieren, je 25 Meter lang, in denen die genesenden Wildvögel ihre geschwächte Flugmuskulatur wieder aufbauen können. Außerdem verfügt die Station über zwei Mauservolieren und zehn mittelgroße Volieren für die ersten Flugversuche. In einer Intensivstation für schwerstkranke Vögel, die ständige Betreuung benötigen, stehen 21 Pflegeplätze zur Ausheilung von Verletzungen zur Verfügung. Darüber hinaus gehören zwei Kleinvogelvolieren zum Flugtraining für flügge gewordene Nestlinge, ein Schwanenhaus und eine Quarantänestation mit 22 Pflegeplätzen zu den Einrichtungen in der Station. Alle Arbeiten werden ehrenamtlich von der Betreiberin und Helfern im Freiwilligen Ökologischen Jahr ausgeführt. Denn allein kann die Arbeit, die rund um die Uhr erledigt werden muss, nicht mehr bewältigt werden. Zu den Aufgaben gehören:
  • die ständige Versorgung der verletzten Vögel
  • Fahrten zur Beschaffung von Futtermitteln
  • Fahrten zum Tierarzt
  • Auswildern der gesunden Vögel
  • Instandhalten der Anlage

Wildvogel-Pflegestation Kirchwald

Die Kosten für die Pflege der vielen verletzt aufgenommenen Vögel sind enorm und können nicht mehr allein von der Station getragen werden. Deswegen hat sich die Heinz Sielmann Stiftung entschlossen, dieses engagierte Projekt zu unterstützen.